Geotope im Landkreis Esslingen

Wer wissen möchte wie die Landschaft im Kreis Esslingen durch den "Kampf um die Wasserscheide" zwischen Rhein und Donau und durch "rückschreitende Erosion" geformt wurde, dem gibt das Buch fachlich fundierte und verständliche Antworten. Der in Zusammenarbeit mit dem Geopark und dem Landkreis Esslingen entstandene Wanderführer beinhaltet acht Erkundungstouren, auf denen man mehrere verschiedenartige Zeugen der Erdgeschichte erwandern kann. Insgesamt werden 38 ausgewählte Geotope - Albvulkane, Höllenlöcher, Felsen, Sinterterrassen, Maare, Hülen und Höhlen - nicht nur beschrieben, sondern es wird auch erklärt wann und wie diese entstanden sind. Die Autoren Reiner Enkelmann und Roland Krämer, beide passionierte und pensionierte Schulleiter, haben unter den vielen geologischen Besonderheiten diejenigen ausgewählt, die sowohl wissenschaftliche Bedeutung haben als auch für die Geobildung und den Geotourismus attraktiv sind. Außerdem wurde Wert darauf gelegt, dass die Ziele mit dem ÖPNV erreichbar sind und dass Naturschutzaspekte beachtet werden, da es sich oft auch um schützenswerte Biotope handelt. Das übersichtlich gegliederte Buch bietet in seinem gesamten Aufbau die Möglichkeit zur Differenzierung: wer nur die Rundwanderungen machen will, dem reichen eventuell die dort angebotenen Informationen zu den einzelnen Geotopen; wer mehr wissen möchte, den führen Querverweise zu den ausführlichen Geotopbeschreibungen. Dort gibts weitere Informationen zur Landschaftsgeschichte, die dem interessierten Leser die Einordnung der einzelnen Geotope in das geologische Ganze ermöglichen. Das Geotop-Buch gehört in den Rucksack eines jeden geologisch - heimatkundlich interessierten Wanderers und Wanderführers, da es dazu beiträgt, Zeugen der Erdgeschichte erlebbar zu machen, sie zu verstehen und auch zu schützen. Wünschenswert wäre, dass auch andere Landkreise im Geopark Schwäbische Alb dem Esslinger Beispiel folgen und ihren Geotopen die gleiche Beachtung und Wertschätzung zukommen lassen. (Dr. Wolfgang Wohnhas, Blätter des Schwäbischen Albvereins 4/2020)


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