Details
ISBN/EAN: 978-3-8375-1507-7
Einband: gebundenes Buch
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Herausgeber:
Manfred Rasch
Manfred Rasch
Auflage:
1. Auflage 2016
1. Auflage 2016
Erschienen am:
12.09.2016
12.09.2016
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
304 S., zahlr. Abb.
304 S., zahlr. Abb.
Format (T/L/B):
2.6 x 23 x 16.5 cm
2.6 x 23 x 16.5 cm
Hersteller:
Klartext Verlag J.Funke Medien Beteiligungs GmbH & Co.KG
Hannah Seidel
hannah.seidel@funkemedien.de
Jakob-Funke-Platz 1, 45127 Essen
DE 45131 Essen
https://klartext-verlag.de/produktsicherheit
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Beschreibung
Guido Graf Henckel von Donnersmarck (1830-1916), seit 1901 Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck, zählte vor dem Ersten Weltkrieg zu den reichsten Personen in Preußen. Nur Bertha Krupp von Bohlen und Halbach verfügte über ein noch größeres Vermögen. Seinen immensen Reichtum hatte er nicht allein dem ererbten Grundbesitz zu verdanken, sondern vor allem seinen zahlreichen unternehmerischen Erfolgen. Im Mittelpunkt der biografischen Skizze steht das fast sieben Jahrzehnte dauernde Schaffen des bedeutendsten adeligen Unternehmers der Wilhelminischen Epoche. Bereits im jungen Alter von 18 Jahren erbte Guido Graf Henckel von Donnersmarck die freie Standesherrschaft Beuthen/Tarnowitz-Neudeck in Oberschlesien. Zunächst bemühte er sich um Verbesserungen der Arbeits- und Lebensbedingungen in der Landwirtschaft. Dabei vernachlässigte er aber nicht seinen montanindustriellen Besitz (Zink, Eisen, Kohle), dessen Aufgaben und Herausforderungen er durch die Arbeit als Bergmann selbst erfahren hatte. 1853 gründete er gemeinsam mit französischen und belgischen Unternehmern die erste schlesische industrielle Aktiengesellschaft, die sowohl an der Pariser als auch an der Berliner Börse gehandelt wurde: die Schlesische AG für Bergbau und Zinkhüttenbetrieb. Bis zu seinem Tod sollte er über 60 Jahre Aufsichtsratsvorsitzender bleiben. In der zweiten Phase der industriellen Revolution zeigte Guido Henckel von Donnersmarck unternehmerische Weitsicht und Geschick. Neben der Montanindustrie - er war Gründer des ersten deutschen Küstenhüttenwerks 1895 bei Stettin - wandte er sich den Bereichen Chemie sowie Dienstleistung und Handel zu. So war er beispielsweise Bauherr der Berliner Gartenstadt Frohnau. Sein gemeinnütziges Engagement zeigt sich besonders in der 1916 errichteten Fürst-Donnersmarck-Stiftung. Ausgestattet mit 3 Mio. Mark und 1.000 Morgen Grundbesitz, unterstützte er damit die wissenschaftliche Forschung und ließ ein Rehabilitationsheim errichten, um das Schicksal Kriegsverletzter zu mildern. Nicht nur seine unternehmerische Leistung, sondern auch sein Lebensstil war außergewöhnlich. Er lebte zeitweise in Paris, widersprach an vielen Stellen den adeligen Konventionen und ebenso den politischen Vorstellungen seiner Zeit.