Zwischen Alb und Alpen - Die Grafen von Gammertingen in der politischen Welt des Hochmittelalters
Casimir Bumiller erkundet in "Zwischen Alb und Alpen - Die Grafen von Gammertingen in der politischen Welt des Hochmittelalters" ein vergessenes Adelsgeschlecht. Um das Jahr 1083 tauchen sie so unvermittelt aus dem Dunkel der Geschichte auf, wie sie um 1167 wieder von der politischen Bühne Südwestdeutschlands verschwinden. Ihre Verschwägerung mit dem Herzogsgeschlecht der Zähringer, ihre Heiratsverbindungen mit den Grafen von Dillingen und Markgrafen von Ronsberg sowie die Tatsache, dass sie die bedeutenden Grafen von Achalm beerbten, machen jedoch deutlich, dass sie zu ihrer Zeit ein bedeutendes schwäbisches Hochadelshaus darstellten. Sie gründeten das Frauenkloster in Zwiefalten und übten die Schirmvogtei über das Reichskloster St. Gallen aus - und herrschten bis 1139 sogar über das Oberengadin und seine wichtigen Alpenpässe und damit von der Alb bis zu den Alpen. (Erwin Abler M.A., Blätter des Schwäbischen Albvereins 3/2019)