Starke Frauen

Nicht nur adelige Herren, vom "Bauwurm" befallene Prälaten und Kaufherren aus den Reichsstädten bestimmten die Geschichte Oberschwabens. Die in "Starke Frauen - Oberschwäbische Äbtissinnen zwischen Reformation und Säkularisation" von Maria Würfel vorgestellten fünf adeligen Äbtissinnen zeigen auf anschauliche Weise, dass auch Frauen Außergewöhnliches leisteten. Sie führten nicht nur ihr Kloster oder ihr Stift, sie verwalteten zugleich dessen Territorium und besaßen politischen Einfluss. Einige standen sogar im Rang von Reichsfürstinnen. Die schwierigen Zeiten zwischen Reformation und Säkularisation stellten sie vor unterschiedlichste Herausforderungen, bei deren Bewältigung sie sich bewährten. So wurden sie zu herausragenden Beispielen der persönlichen Stärke im Einsatz für die ihnen anvertrauten Institutionen. Die erhaltenen Spuren ihres Schaffens in Kloster Heiligkreuztal und den Stiften Buchau, Säckingen und Fraumünster sind eindrucksvolle Zeugnisse dafür. (Erwin Abler M.A., Blätter des Schwäbischen Albvereins 3/2020)


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